An diesem Freitagnachmittag
im Januar liegt der Festsaal Kreuzberg jedenfalls
augenscheinlich noch in eingeschneiter Ruhe, doch herrscht
darin bereits rege Vorfreude, welche mit den ersten Gästen
noch weiter in die Säle strömt, als die Türen sich öffnen.
Das Wetter ist eisig, nicht selten rutschen die
Besucherinnen und Besucher im eisigen Berlin hin und her,
schlittern damit jedoch auch gemeinsam in zwei
unvergessliche und legendäre Abende.
Unendliche Facetten und eine
Gemeinsamkeit. Das
Berlin Darknights Festival hält
ein umfang- und facettenreiches Line-Up bereit, welches das
dunkelbunte Publikum in dessen musikalischer Liebe und
Präferenzen der unterschiedlichen Genres vereint und an
beiden Festivaltagen zu einer großen Gemeinschaft werden
lässt.
Bereits bei der Betrachtung
des Line-Ups ist festzustellen: Die Zusammenstellung der
Bands unterliegt einer großartigen Auswahl und macht das
Berlin Darknights Festival
bereits vorab zu einer der vielfältigsten und „buntesten“
Veranstaltungen der dunklen Masse und der Szene. Ein
Zusammenkommen aus nicht nur unterschiedlichen
Stilrichtungen auf und vor der Bühne, sondern auch aus dem
ganzen Land und der Welt. Erste Lichter, erste Sounds und echte
Highlights
Zwei Bühnen hält das Festival
bereit. Zwei Bühnen, welche an zwei Tagen mit 20 Bands und
damit einhergehend mit roughen und klassischen Sounds, mit
Energie und melancholischer Schwere und mit Menschen, die
das Publikum begeistern und restlos überzeugen, gefüllt
werden.
Das Geschehen auf der
Main Stage
FICTIONAL - Nach einer Lasershow eröffneten
Fictional feierlich das Festival. Elektronische, dem
aktuellen Zeitgeist entsprechende Sounds und ein
dynamisches Bühnengeschehen versprechen dem Publikum viel
und stimmen es mit diesem Versprechen auf das Festival ein.
Sie sind ein grandioser Opener, doch sind sie noch viel
mehr: Sie werfen
dem Publikum volle Sounds und rhythmische Beats entgegen.
Fühlt sich das Festival bereits wie eine eigene Welt
innerhalb der Hauptstadt an, so entführen Fictional die
Gäste in eine eigene musikalische Club-Welt voller
Abwechslung. Sie Songs sind eingängig und strukturiert -
damit eine strukturierte und ausgeglichene Gradwanderung
zwischen musikalischem Einfühlungsvermögen und
industriellen Einflüssen schafft eine einfangende,
anziehende Atmosphäre. Sie geben einen melodischen Weg vor,
wechseln in diesem jedoch flexibel im Bühnengeschehen und
an den Vocals. So stehen an diesem Nachmittag gleich zwei
Frontmen nacheinander auf der Bühne und begeistern das
Publikum stimmlich. Sie passen in das Geschehen des
Festivals und das Festival passt zu ihnen.
Im Synth-Pop-Stil und mit
feinsten elektronischen Klängen geht es auf der Main-Stage
weiter.
WIEGAND - Tanzbar,
melodisch und authentisch tauchen sie den Saal in einen
eigenes-anmutenden und gleichzeitig individuellen Charme,
welcher bewegt, beeindruckt und begeistert. Sie sind eine
manchmal sanfte, manchmal durch Dringliche musikalische
Einladung, welche das Publikum gerne annimmt, darüber
hinaus entdecken kann. Nach WIEGAND bleibt die Main Stage
weiterhin gefüllt von melancholischen, atmosphärischen und
melodischen Sounds, die das Publikum anziehen: Future Lied To Us überzeugen
mit futuristischen, gleichzeitig düsteren musikalischen
Augenblicken. Eine einzigartige Soundmischung, welche nicht
nur die Bühne füllt, sondern ebenso darüber hinaus den
ganzen Saal erobert. Treibende Beats, welche jedoch die
Hörer*innen nicht zerstreuen, sondern zusammenbringen und
verbinden. RROYCE
- Der Saal vor der Main Stage wird zu einem
Club, welcher ganz der Band und ihren vielgestaltigen Songs
gehört, die unverkennbar, sind den sie sind
tiefgründig. Mit jedem ihrer Auftritte schaffen sie immer
neu zu entdeckende musikalische Welten, in welchen ihre
Lieder gleichzeitig immer wieder neu empfunden werden
können und gleichzeitig als Lieblingssongs das Publikum
begeistern. Unverkennbare stilistische Einflüsse treten auf
der Bühne hervor, gleichzeitig bringen Rroyce nicht nur ein
einfangendes, dynamisches Bühnengeschehen mit sich. Sie
sind ebenso publikumsnah und verstehen es die Masse vor der
Bühne auf ganz besondere Weise zu animieren und zu
bewegen. MELOTRON
- Mit dieser Band
findet das Festival einen melancholischen, tiefgreifenden
und emotionalen Höhepunkt, welcher von elektronischen,
futuristischen Klängen und synthpop-Sounds getragen wird.
Mit ihren Texten werfen sie auch poetische Welten auf,
treffen mit ihren Worten nicht nur die Ränder von
Gefühlswelten, sondern ergreifen dessen Mitte. Dunkel,
romantisch und nachfühlbar.
Als Headliner des
freitäglichen Abends lassen Solar Fake die Bühne erbeben.
Ihr Act folgt einer klaren Linie, bewegt das Publikum
jedoch in ganz variabler Weise. Elektronische Beats, durch
dringlich und tiefgreifend, gleichzeitig befreit wirken sie
Song für Song und werfen ebenso Kontraste auf. Sie ziehen
das Publikum an, machen eine besondere Nähe zu diesem
spürbar und machen eine Energie spürbar, welche sie in den
Raum geben und aus dem Publikum wieder aufnehmen.
Enthusiastisch, energetisch, erlebbar. Tanzen, Einfühlen,
Mitfühlen.
Das Geschehen auf der Fire Stage
Wenige Meter trennen die Fire
Stage vom großen Saal, doch fühlt sich auch an dieser
Stelle jeder Act wie eine eigene musikalische Welt an,
geprägt von Energie, Nachdruck und Einzigartigkeit.
END OF
TRANSMISSION Die Band eröffnen die musikalischen
Welten der zweiten Stage. Das Electro-Wave-Duo legt einen
kraftvollen und durch dringlichen Start an den Tag. Düster
und anziehend. Rhythmisch und treibend, während sich Bässe,
teilweise kühl anmutende Strukturen durch den Saal drängen.
Dunkel in vielen Farben, betrachtet man stimmliche
Dimensionen, die Fülle der Sounds. Sie stehen als erste
Band auf der Fire Stage und prägen diese mit ihren Sounds
und ihrer Ausstrahlung.
Stark aufgeladen, markant und
kraftvoll folgen ELECTRONIC FREQENCY In der Zusammenführung unterschiedlicher
Soundelemente treten sie energetisch, aufgeladen und voll
klanglich hervor. Sie faszinieren das Publikum, welches
sich den Basslinien nicht entziehen kann und möchte. Härte
und einfangende Fülle vereint in einem Act. Markanten
Vocals, das flexible, dynamische Bühnengeschehen und das
mehr als kraftvolle Gesamtbild wirkt beeindruckend und
hinterlassen eindrückliche Spuren im Publikum, welche nach
mehr verlangen.
DIGITAL ENERGY wirkt in
ihren Sounds klassisch, entbehren sich jedoch nicht ihres
eigenen Stils und den damit kreierten musikalischen
Spanungs- und Funkenmomenten. Melodisch stellen sie sich in
den Vordergrund, wirken gleichzeitig strukturell in Gänze
durchdacht und schaffen so ein wahrnehmbar ausgewogenes
Verhältnis zwischen Härte und mitreißender Tanzbarkeit.
Eingängig und dennoch einzigartig.
Ihr Auftritt ist ein
mitreißendes und dem Saal – entsprechend dem Namen der
Stage – mehr als einheizend: RABIA SORDA sind elektronisch und
industriell, aber vor allem dunkel, hart und treibend. Ihre
Beats durchschlagen räumliche Grenzen und durchdringen das
Publikum – die Masse – und jede*n darin auf unverkennbare
Weise. Agression, emotion, experience. Eine Energie, welche
erlebt und gespürt werden muss. Ihr Act ist durch und durch
intensiv und nachhallend.
Blind Passenger schließen an
diesem Abend das Geschehen auf der Fire Stage. Sie
bespielen die dortige Bühne mit einer personellen,
instrumentellen und visuellen Fülle. Ein lebendiges Treiben
auf der Bühne, welches immer wieder Akzente setzt und
überrascht prägt ihren Auftritt. Sie laden auf ihre ganz
persönliche Weise zur Bewegung – zum Tanzen – ein. Frei und
eingängig, gleichzeitig verbreiten sie eine erfüllte
Atmosphäre.
Und am Ende des ersten
Tages?
Darüber hinaus schließt das
aufgeschlossene und freudige Publikum nicht nur neue Klänge
und Bands in ihre Herzen, sondern trägt diese angenehme und
herzliche Stimmung auch untereinander hinaus in die
Nacht. Die Türen
schließen sich. Ein Tag, voller unverkennbarer Sounds,
Songs und Bands, welcher die zwei Bühnen auf individuelle
und mitreißende Art und Weise füllte und unvergessliche
Augenblicke schuf, neigt sich dem Ende zu.
Im Herz bleiben folgende Aspekte: Entdecken, tanzen, fühlen
und mitreißen lassen.
Wir sagen DANKE für diesen
unvergesslichen ersten Festivaltag! (Mehr zu Tag 2 in
Kürze!)